Tagungsdetails zur 43. dapo-Jahrestagung (3.- 6. Juni 2026)

"Gemeinsam entscheiden, gemeinsam tragen! - Wie kann Shared Decision Making in der Psychoonkologie gelingen?"

Die Jahrestagung 2026 widmet sich den Chancen und Herausforderungen - Patient:innen, Psychoonkolog:innen und Ärzt:innen, die partnerschaftlich nach Wegen suchen, Lebenszeit und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Sie widmet sich auch den vielfältigen Facetten gemeinsamer Entscheidungsfindung in der Onkologie. Im Fokus stehen Kommunikation, Kultur, Ethik und neue Technologien – immer mit Blick auf die Frage, wie Shared Decision Making in der psychoonkologischen Praxis gelingen kann.

Shared Decision Making (SDM) unterstützt dabei, medizinische Expertise mit den persönlichen Werten und Zielen der Betroffenen zu verbinden – und macht erlebbar, wie psychoonkologische Arbeit zu Klarheit, Mut und gemeinsamer Verantwortung beiträgt. Das Thema schlägt eine Brücke zwischen medizinischen Leitlinien, ethischen Fragen und psychosozialer Praxis. Mit diesem Schwerpunkt möchte die Tagung wissenschaftliche Forschung, klinische Erfahrung und gesellschaftliche Entwicklungen zusammenführen – und zugleich konkrete Werkzeuge für die alltägliche Arbeit in der Psychoonkologie bieten.

Geplant sind Beiträge zu Kommunikationsstrategien im SDM, die zeigen, wie Psychoonkolog:innen, Patient:innen und Ärzt:innen in Entscheidungsprozessen unterstützen können. Ebenso werden kulturelle Unterschiede und das Spannungsfeld zwischen individueller Autonomie und familiärer Orientierung beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Entscheidungshilfen – von Apps bis hin zu interaktiven Tools – und deren Einbindung in die psychoonkologische Arbeit. Auch SDM in palliativen Situationen wird thematisiert, wo Hoffnung, Realität und Würde besonders sensibel austariert werden müssen. Darüber hinaus geht es um Empowerment von Patient:innen durch Methoden, die Selbstwirksamkeit und Beteiligung fördern, sowie um ethische Fragen, die entstehen, wenn Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist.

Diese Themenfelder bilden den inhaltlichen Rahmen der Tagung – zugleich bleibt Raum für aktuelle Entwicklungen, neue Forschungsergebnisse und praxisnahe Impulse aus der psychoonkologischen Versorgung.

Freuen Sie sich auf spannende Vorträge und vielfältige Workshops.

Wir freuen uns über frühzeitige Anmeldungen und auf ein inspirierendes gemeinsames Treffen im Zeichen von Austausch, Forschung und gelebter Partizipation.

Programmübersicht

Organisatorische Hinweise

Veranstaltungsort: Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden. NEU: Bitte buchen Sie die Unterkunft separat. Das Tagungshaus hat ein Abrufkontingent unter dem Abrufcode „DAPO 2026“ bis zum 5. März 2026 bereitgestellt.

Akkreditierung: Die Veranstaltung wird von der hessischen Landespsychotherapeutenkammer voraussichtlich mit 24 Punkten für die vollständige Teilnahme akkreditiert.

Medien: Mit der Anmeldung wird der dapo e.V. die Erlaubnis erteilt, während der Tagung Foto- und Filmaufnahmen zu machen und diese Aufnahmen im Zusammenhang mit der Veranstaltung für die Öffentlichkeitsarbeit und die Dokumentation analog und digital zu verwenden.

Sie sind noch unentschlossen? - dann schauen Sie hier, warum es sich lohnt an der dapo-Jahrestagung teilzunehmen.

Mittwoch, 3. Juni 2026

ab 15 Uhr Individuelle Anreise

17-18 Uhr Willkommen der neuen Teilnehmer*innen inkl. Einführung

18-19 Uhr Abendessen & Kennenlernen

19:15 Uhr Jahresmitgliedsversammlung der dapo e.V. – Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.

Im Rahmen der Jahrestagung 2026 lädt die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. (DAPO) herzlich alle Mitglieder zur jährlichen Mitgliederversammlung ein. Die Versammlung bietet die Gelegenheit, Einblicke in die aktuelle Verbandsarbeit zu erhalten, Entwicklungen innerhalb der DAPO zu besprechen und gemeinsam die Weichen für kommende Projekte zu stellen.

Neben den Berichten des Vorstands stehen wichtige Themen wie fachpolitische Entwicklungen, Arbeitsgruppenaktivitäten und zukünftige Schwerpunkte der psychoonkologischen Arbeit im Mittelpunkt. Auch neue Impulse und Anregungen aus der Mitgliedschaft sind ausdrücklich willkommen – denn die DAPO lebt vom aktiven Austausch und dem gemeinsamen Engagement ihrer Mitglieder. Wir freuen uns auf eine lebendige, konstruktive und inspirierende Versammlung – und darauf, gemeinsam die Zukunft der Psychoonkologie weiter zu gestalten.

danach Ausklang des Tages in den Georgstuben


Donnerstag, 4. Juni 2026

7:30- 8 Uhr Morgeneinstimmung / Meditation mit Dolores Lenz

8- 9 Uhr Frühstück

9- 9:30 Uhr Tagungseröffnung durch Vorstand

9:30- 12.30 Uhr Divierse Vorträge 

  1. Dr. Pola Hahlweg: Wenn Entscheidungen zu Begegnungen werden: Was haben Psychoonkolog:innen mit Shared Decision Making zu tun?
  2. Dr. sc. hum. Miriam Grapp: Welche Rolle spielt die digitale Welt bei Therapieentscheidungen in der Onkologie? Digitale Ressourcen und Herausforderungen im Kontext von Shared Decision Making.
  3. Dr. med. Sabine Mousset: SDM in der palliativen Situation - die Balance zwischen Hoffnung, Realität und Würde. 

12.30- 13.30 Uhr Mittagessen

13:30- 15 Uhr Treffen der Arbeitsgruppen: 

15- 18 Uhr Workshops 

Dr. Sarah Krämer & Dr. Klaus Hönig: „Es ist niemals zu spät, um als glückliche Leiche begraben zu werden“ - oder die Kunst, auch im Angesicht existentieller Belastung für sich gute Entscheidungen zu treffen. Schnupperkurs in existentieller Psychotherapie – ein Workshop zur Förderung von selbstbestimmter und würdevoller Entscheidungsfindung Angst vor dem eigenen Tod, Einsamkeit, Abhängigkeit oder Sinnfragen sind existentielle Herausforderungen, die tief in unserem Inneren liegen. Der Blick auf diese Themen fällt uns Menschen schwer, doch gerade die professionelle Begleitung bei dieser Auseinandersetzung kann wertvolle Erkenntnisse bringen: Sie unterstützt dabei, eigene Werte, Wünsche und Bedürfnisse klarer zu erkennen und Ängste zu reduzieren. Sie erhalten praktische Einblicke in Interventionen, die sich bei Sinnkrisen und am Lebensende als besonders hilfreich erwiesen haben – für eine aktive, würdevolle und eigenverantwortliche Lebens- und Behandlungsplanung. Der Workshop lädt dazu ein, wirksame Interventionen kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Dabei entsteht ein vertrauensvoller Raum, um sich auch schweren Themen behutsam und offen zu nähern.

Antonio Ananiadis: Das Team ist der Boss! - aber wer ist diesmal das Team? GFK-plus ist eine praxisnahe Weiterentwicklung der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und richtet sich an alle, die Zusammenarbeit im Team wirksam und lebendig gestalten wollen. Im Workshop erleben Sie, wie Führung vom Team selbst übernommen werden kann – ohne starre Modelle, sondern durch organische Selbstorganisation, die wirklich passt. GFK-plus verbindet innere Motivation wie Neugier, Kreativität und Verantwortungsfreude mit klaren Prozessen für Entscheidungen, Rollen und Aufgaben. Mit konkreten Tools, Dialogformaten und Reflexionsinstrumenten arbeiten wir an realen Herausforderungen wie Konflikten, Emotionen, Machtfragen und fehlender Klarheit. Der Workshop bietet Raum zum Ausprobieren, Reflektieren und Mitnehmen – für Teams, die auf Augenhöhe, sinnorientiert und nachhaltig wirksam zusammenarbeiten wollen.

Julia Magner: Reaktivierung der Ursprungsdyade: Zur Bedeutsamkeit der Arzt-Patient-Beziehung in der gemeinsamen Entscheidungsfindung.: Gerade in existentiellen Momenten wie denen in der Onkologie zeigt sich die Einzigartigkeit der Arzt-Patienten-Beziehung: Bindungsmuster können hier leicht auf beiden Seiten aktiviert werden. Dieser Workshop beschäftigt sich vor dem Hintergrund von Bowlbys Bindungskonzepten mit den interaktionellen Prozessen gemeinsamer Entscheidungsfindung. Ziel ist eine unbedingte Achtsamkeit für diese Dynamiken, wirken sie sich auf Vertrauen, Compliance und Behandlungszufriedenheit aus.

Dr. Pola Hahlweg: Wie „geht“ Shared Decision Making für Psychoonkolog:innen? In diesem Workshop werden wir gemeinsam reflektieren, wie Psychoonkolog:innen zu Shared Decision Making beitragen können. Besonders wird es um die Rolle als unterstützende Person für Entscheidungen, die z.B. zwischen Patient:innen und Ärzt:innen getroffen werden, und die Rolle als direkt an psychotherapeutischen Behandlungsentscheidungen beteiligte Person gehen. Wir werden anhand etablierter Modelle des Shared Decision Making ableiten, wie wir in unserer täglichen praktischen Arbeit Shared Decision Making anwenden und/oder fördern können. Der Workshop beinhaltet sowohl Reflexion zur eigenen Haltung als auch die Vermittlung praktischer Kommunikationskompetenzen.

18- 19 Uhr Abendessen

19:15 - 20 Uhr Special-Guest-Vortrag: freuen Sie sich auf einen besonderen Gast, der die psychosoziale Onkologie seit vielen Jahrzehnten maßgeblich geprägt hat. In einem offenen Vortrag geht es um Erfahrungen aus der Praxis, Entwicklungen im Feld und darum, was Patient*innen und Behandelnde wirklich stärkt.

danach Ausklang des Tages in den Georgstuben


Freitag, 5. Juni 2026

7:30- 8 Uhr Morgeneinstimmung / Meditation mit Dolores Lenz

8- 9 Uhr Frühstück

9- 12.30 Uhr Vorträge 

  1. Julia Magner: Ab hier nur noch wir: Reaktivierung der Ursprungsdyade.
  2. Elke Naujokat: Gemeinsam entscheiden auf Augenhöhe? Wie sich Shared Decision Making für Patientinnen anfühlt und was sie sich wünschen.
  3. Ursula Rump: Soziale Arbeit und Shared Decision Making im Spannungsfeld zwischen Ansprüchen und Realität. 

12.30- 13.30 Uhr Mittagessen

13:30- 15 Uhr Treffen der Arbeitsgruppen:

15- 18 Uhr Workshops

Dr. Sarah Krämer & Dr. Klaus Hönig: „Es ist niemals zu spät, um als glückliche Leiche begraben zu werden“ - oder die Kunst, auch im Angesicht existentieller Belastung für sich gute Entscheidungen zu treffen. Schnupperkurs in existentieller Psychotherapie – ein Workshop zur Förderung von selbstbestimmter und würdevoller Entscheidungsfindung Angst vor dem eigenen Tod, Einsamkeit, Abhängigkeit oder Sinnfragen sind existentielle Herausforderungen, die tief in unserem Inneren liegen. Der Blick auf diese Themen fällt uns Menschen schwer, doch gerade die professionelle Begleitung bei dieser Auseinandersetzung kann wertvolle Erkenntnisse bringen: Sie unterstützt dabei, eigene Werte, Wünsche und Bedürfnisse klarer zu erkennen und Ängste zu reduzieren. Sie erhalten praktische Einblicke in Interventionen, die sich bei Sinnkrisen und am Lebensende als besonders hilfreich erwiesen haben – für eine aktive, würdevolle und eigenverantwortliche Lebens- und Behandlungsplanung. Der Workshop lädt dazu ein, wirksame Interventionen kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Dabei entsteht ein vertrauensvoller Raum, um sich auch schweren Themen behutsam und offen zu nähern.A

Antonio Ananiadis: Das Team ist der Boss! - aber wer ist diesmal das Team? GFK-plus ist eine praxisnahe Weiterentwicklung der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und richtet sich an alle, die Zusammenarbeit im Team wirksam und lebendig gestalten wollen. Im Workshop erleben Sie, wie Führung vom Team selbst übernommen werden kann – ohne starre Modelle, sondern durch organische Selbstorganisation, die wirklich passt. GFK-plus verbindet innere Motivation wie Neugier, Kreativität und Verantwortungsfreude mit klaren Prozessen für Entscheidungen, Rollen und Aufgaben. Mit konkreten Tools, Dialogformaten und Reflexionsinstrumenten arbeiten wir an realen Herausforderungen wie Konflikten, Emotionen, Machtfragen und fehlender Klarheit. Der Workshop bietet Raum zum Ausprobieren, Reflektieren und Mitnehmen – für Teams, die auf Augenhöhe, sinnorientiert und nachhaltig wirksam zusammenarbeiten wollen.A

Julia Magner: Reaktivierung der Ursprungsdyade: Zur Bedeutsamkeit der Arzt-Patient-Beziehung in der gemeinsamen Entscheidungsfindung.: Gerade in existentiellen Momenten wie denen in der Onkologie zeigt sich die Einzigartigkeit der Arzt-Patienten-Beziehung: Bindungsmuster können hier leicht auf beiden Seiten aktiviert werden. Dieser Workshop beschäftigt sich vor dem Hintergrund von Bowlbys Bindungskonzepten mit den interaktionellen Prozessen gemeinsamer Entscheidungsfindung. Ziel ist eine unbedingte Achtsamkeit für diese Dynamiken, wirken sie sich auf Vertrauen, Compliance und Behandlungszufriedenheit aus.A

Fabian Bohl: Yoga in der Psychoonkologie: Dieser Workshop richtet sich an Behandler:innen in der Psychoonkologie, die körperorientierte Ansätze sinnvoll in ihre therapeutische Arbeit integrieren möchten. Gerade in Momenten existentiell bedeutsamer Entscheidungen kann ein daraus resultierender Stress regressive oder auch dissoziative Zustände aktivieren. Dies kann ein selbstbestimmtes Entscheiden erschweren. In diesem Workshop liegt der Schwerpunkt auf der Selbsterfahrung einer sanften, an die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Patient:innen angepassten Yogapraxis in kürzeren und längeren Einheiten. Die damit oft verbundene entlastende Wirkung einer Affektregulation und Stabilisierung kann dabei unterstützen, wieder zu sichereren, selbstbestimmteren Entscheidungen zu finden. Einen kürzeren theoretischen Input wird es zum evidenzbasierten und spirituellem Hintergrund der Yogapraxis geben sowie Überlegungen zur besonderen Psychodynamik, die sowohl im Yoga, als auch beim SDM oft eine Rolle spielt.

ab 19 Uhr Festabend mit Dinner & Musik

Unser Festabend ist die perfekte Gelegenheit, das Erlebte der Tagung in geselliger Runde ausklingen zu lassen, alte Bekannte wiederzutreffen und neue Menschen kennenzulernen. Er ist lebendig, herzlich und offen – genau wie unsere Arbeit in der Psychoonkologie. Dieser Abend ist alles andere als eine steife Pflichtveranstaltung – er ist unser gemeinsames Fest! Festlich-schicke Abendgarderobe ist willkommen, aber kein Muss – Hauptsache, Sie fühlen sich wohl.

Was Sie am Festabend erwartet:

  • Ein festliches Dinner mit kulinarischen Highlights
  • Eine Atmosphäre, in der Fachgrenzen verschwimmen und neue Kontakte entstehen
  • Raum für Leichtigkeit, Lachen und gute Gespräche
  • Und für alle, die mögen: eine Tanzfläche, die sicher nicht leer bleibt

Die dapo e.V. lädt Sie recht herzlich zur Teilnahme ein. Separate Kosten enstehen Ihnen nicht und werden von der dapo als satzungseigener- gemeinnützger Zweck übernommen. Sichern Sie sich daher unbedingt Ihren Platz bei der Anmeldung zur Jahrestagung. 


Samstag 6. Juni 2026

7:30-8 Uhr Morgeneinstimmung / Meditation mit Dolores Lenz

8- 9:00 Uhr Frühstück

9:30 Uhr Abschlussvortrag

  • Dr. Pola Hahlweg: Psychoonkologische Perspektiven auf Shared Decision Making: Ethische Spannungsfelder, Erkenntnisse und Impulse aus der dapo-Tagung 2026. 

10:30 Uhr Vorstellung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sowie Rückblick auf die Tagung und Ausblick

11.30 Uhr Individuelle Abreise